Vortrag „Aufstieg mit Hindernissen. Juristinnen in Wissenschaft, Justiz und Anwaltschaft“ von Ulrike Schultz

Mehr weibliche als männliche Studienanfänger beginnen – und beenden – den Studiengang Rechtswissenschaft und absolvieren das zweite Staatsexamen. Bei den höheren Qualifikationsstufen und in Führungspositionen kehrt sich das Verhältnis jedoch um. Das zeigt sich besonders am Frauenanteil der Professuren, der bei voll ausgestatteten Lehrstühlen immer noch unter 15% liegt. Die sogenannte „leaky pipeline“ ist gerade in der Rechtswissenschaft stark ausgeprägt. Seit Jahren gibt es Förderanstrengungen von Bund und Ländern den Frauenanteil u.a. in Wissenschaft und Forschung zu erhöhen, bisher aber nur mit begrenztem Erfolg.

Ulrike Schultz hält am Dienstag, dem 15.01.2019 um 18 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Aufstieg mit Hindernissen. Juristinnen in Wissenschaft, Justiz und Anwaltschaft“. Die Veranstaltung findet an der Universität Potsdam am Campus Griebnitzsee statt.

Sie wird u.a. Einblicke in die Karrierebedingungen und Karriereweg von Frauen in der Rechtswissenschaft geben und auf die Gründe für ihre Unterrepräsentanz auf Lehrstühlen eingehen. Zudem wird Sie Stellung beziehen zu Sinn und Wirksamkeit von bisheriger und künftiger Frauenförderung im Wissenschaftskontext. Hierbei greift Sie auf Ergebnisse aus dem von ihr geleiteten Forschungsprojekt „JurPro“ De jure und de facto: Professorinnen in der Rechtswissenschaft. Eine Untersuchung der Bedingungen von Professorinnenkarrieren zur Verbesserung der Organisationsstruktur und -kultur in der Rechtswissenschaft, das vom BMBF in der Förderlinie „Frauen an die Spitze gefördert worden ist, geleitet. (http://www.fernuni-hagen.de/jurpro/) zurückgreifen. Dies ist die bundesweit erste Untersuchung zur fachspezifischen Situation von Professorinnen in der Rechtswissenschaft. Zum Projekt ist 2018 das Buch Schultz, Ulrike/Böning, Anja/Peppmeier, Ilka/Schröder, Silke: De jure und de facto: Professorinnen in der Rechtswissenschaft. Geschlecht und Wissenschaftskarriere im Recht, bei Nomos in Baden-Baden erschienen.

Ulrike Schultz ist Akademische Oberrätin a.D. an der FernUniversität in Hagen. Sie ist Volljuristin und hat sich neben anderen Schwerpunkten umfassend mit Geschlechterfragen im Recht und Gleichstellungsfragen beschäftigt. Vgl. www.ulrikeschultz.de

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